Das wars also. 2009 kehrt uns den Rücken zu. So schnell? Ja. 365 Tage sind schon wieder vergangen. Sie sind Vergangenheit. Tage, die schön waren. Aber auch Tage,die nicht schön waren. Aber so ist das. Jetzt versuche ich abzuschließen,damit das Neue kommen kann. Platz schaffen für Neues. Aber auch Erinnerungen behalten. Zurückdenken und Nachvorneschauen. Vieles wird für immer bleiben. Wird nie vergessen werden. Positiv wie Negativ. 2009. Ende eines Jahrzehnts. Wieder nur ein kleiner Bruchteil. Eine Momentaufnahme des Lebens. Ein kleiner Abschnitt auf meinem Weg durch diese Welt. Durch diese Zeit.

Sicher war es ein aufregendes Jahr. So viel passiert. So viel erlebt. Durchlebt. Gelacht & Geweint. Kennengelernt & Abschied genommen. Gelernt & Gefeiert. Gesungen. Geredet.  Gefreut. Gedacht.

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Unterm Strich: Gelebt.

An diesem Tag ist es endlich soweit! Das neue Album von den Shout out Louds wird veröffentlicht. Es trägt den  simplen Namen “Work” und man darf sehr gespannt auf das neue Werk der Schweden sein. Ich bin auf jeden Fall schon sehr aufgeregt und muss sagen,dass ich mich mehr als freue,vor allem nach mehrmaligem Anhören des Vorgeschmacksongs, den man auf der Homepage kostenlos runterladen kann. “Walls” hört sich sehr vielversprechend und interessent an. Hört und seht selbst:

PS: Vormerken! Konzert in den Wagenhallen am 31.03.10 :)

Man kennt das ja. Man kommt einfach nicht los von dem einen Lied. Es ist immer im Ohr. Man will es ständig anhören. Und dreht die Lautstärke dann so richtig auf. Und wenn es dann auch kürzlich erst live gespelt worden ist, kommt man erst recht nicht mehr davon los.
Hier das Meinige zur Zeit:

Gerade öffne ich mein iTunes, shuffle eingestellt und es ertönt Home of the Lame. Und ich denke mir, jawohl! Es ist wieder Zeit für Felix Gebhard & Band. So passend für den Herbst irgendwie. Für Tage,an denen es um 17 Uhr langsam anfängt zu dämmern. Für Tage, an denen es draußen kalt ist und man morgens am Fahrrad sein Licht nicht vergessen darf. Für Tage, an denen man wieder mehr Tee trinkt als sonst. Und für Tage, an denen man sich wieder öfters zurückzieht und melancholisch wird. Hach ja. Ich erinnere mich,wie ich in den letzten beiden Herbst nach Karlsruhe gefahren bin, um Home of the Lame live zu sehen. Großartige Stunden waren das immer. In diesem netten kleinen Cafe,das einfach so ein fantastisches Ambiente hat und heimelig ist. Das wäre mal wieder einen Besuch wert diesen Herbst. Vielleicht wird es ja so ein Ritual. Jeden Herbst wieder dorthin zurück, um ein paar schöne Momente dort zu verbringen. Ja, das wäre schön. Leute,genießt den Herbst und macht was aus ihm. Cheerio.

Conor Oberst. Milk Thistle. Das Richtige für diesen Herbstnachmittag. Einfach so, Danke.

Konzertkarten können so teuer sein. Aber Phoenix sind toll. Doch 30€ zahlen? Och Mensch. Immer diese Entscheidungen.

es sei Herbst. Novembernachmittag oder so. Grau ist es draußen,alles scheint so farblos, heftige Regengüsse kommen herunter. Wind wird zu Sturm. Blätter fliegen umher. Ich schaue aus dem Fenster und beobachte das Wettertreiben. Wenn ich das Fenster aufmache wird aber klar, dass eben doch nicht Herbst ist. Sondern Sommer. Die schwüle Wärme lässt es deutlich werden. Das Wetter macht sich diese Tage aber kaum Freunde glaube ich. So unbeständig. So wechselhaft. Und das Ende Juli. Schon komisch. Gerade höre ich ein Grummeln. Ganz tief. Ich muss sagen, es hat auch etwas beruihgendes an sich, so ein Gewitter.
Ich sitze also unter meinem Dachfenster. Es tropft.Immer mehr. Und immer lauter. Im Hintergrund leise Kings of Convenience. Homesick.Es wirdimmer lauter. Die Musik ist kaum mehr zu hören. Also drehe ich lauter. Passt gerade wirklich perfekt dieses Lied.

A Song for Someone who needs Somewehre to long for.

Gerade als es aus ist kommt kurz die Sonne. Wetter weiß echt nicht was es will.
Aber ich kann es irgendwie verstehen. Mir geht es ähnlich.
Weiß nicht weiter. Wohin. Mit wem. Unruhe. Aufgewühlt.
So gerne würde ich wieder die Ruhe finden. Die innere Ruhe. Vielleicht finde ich sie in Norwegen wieder. In der Natur. In der Weite. In der Ferne. Und dann: Ankommen.

Die Reifeprüfung also geschafft jetzt. Fertig. Schön und traurig zugleich. Das Schülerdasein ist zu Ende. Neues wartet auf uns. Freude, Angst, Hoffnung.Und noch mehr, alles dabei. Lassen wir es auf uns zukommen. Tschüss Schule, Hallo Leben.

Ich lese ein Buch. Das heißt: Generation Doof – Wie blöd sind wir eigentlich? Eine ganze Generation scheint zu verblöden. In allen Lebenslagen. Egal ob Bildung, Beruf oder Erziehung. In diesem Buch geht es um die Dummheit unserer Generation. Ja nee, ist klar. So blöd komme ich mir eigentlich nicht vor. Aber es gibt Beispiele, für Menschen, die an einfachen Allgemeinwissenfragen schon scheitern. Da soll z.B. jemand bei einem Vorstellungsgespräch 3 Skandinavische Länder nennen. Man sollte meinen, nicht allzu schwer. Antwort: Schweden, Holland und Nordpol. Das ist schon harter Tobak. Auch die, die diese Frage richtig hätten beanworten können zählen allerdings zu den Blöden. Und das ist auch verständlich, denn wer kann schon solch eine Marketingfloskel richtig verstehen? ” Nach dem Briefing sollten wir die Basics dann in das neue Branding implementieren.” Bahnhof? Na dann Herzlichen Glückwunsch. Auch du bist bestes Bespiel für die Generation Doof.

Aber nicht nur Doof sind wir. Generation Fragezeichen hörte ich vor einigen Tagen. Die Identifikation fehlt. Man will von allem etwas sein. Da ist man irgenwann halt nur noch irgendwer. Mit Fragezeichen dahinter.

Im Deutschunterricht lasen wir einen Text: Generation Unentschieden. Das sind wir also auch. Von einer Party zur nächsten. Es könnte ja noch besser werden. Neuen IPod oder das Geld doch lieber für eine Digitalkamera ausgeben? Gehen wir ins Kino oder doch lieber DVD daheim? Es fängt schon bei den kleinsten Alltagssachen an. Belege ich das Schulbrot lieber mit Salami oder mit Käse? Entscheidungen fallen uns schwer. Und die Fragezeichen dahinter stehen wir das eben erwähnte Phänomen unserer Generation.

Dummheit, Fragezeichen, Unentschiedenheit. All das sind wir. Was kommt denn noch alles? Unsere Generation scheint ein reines MischMasch aus allem zu sein. Wir werden abgestempelt. Und wer sich da hindurchkämpfen kann, der ist dann glücklich mit seinem Managerposten bei Daimler und den zig Überstunden, welche die freie Zeit noch weiter schrumpfen lassen? Macken und Fehler machen Menschen doch interessant und aus. Villeicht sollten wir einfach zu dem stehen, was wir sind und uns nicht verbiegen. Das ist Charakter und Persönlichkeit. Da kann man auch den Nordpol mal falsch einordnen. Lachen wir darüber.

Wir sind auf dem Weg ins Theaterhaus nach Stuttgart, mit Karten für Anna Ternheim in den Taschen. “Vorband habe ich bei myspace reingehört. Hat mir nicht so gut gefallen”. Na gut. Lassen wir uns überraschen. Ankommen. Wir sind erstaunt. Nur Sitzplätze. “Komisch, auf meiner Karte steht Stehplatz.” Aber gut, mal was anderes. Hinsetzten. Die Vorband The Tiny beginnt pünktlich und wir schmunzeln erst einmal. Ein Sägeblatt als Instrument. Der ganze Saal scheint erst einmal erstaunt. Und dann legen sie los. Stille. Gänsehaut. Was für ein Stimmumfang. Man wird einfach mitgerissen. “Vorband war also doch der Hammer.” Kurze Umbaupause. Dann geht es los. Anna Ternheim kommt auf die Bühne. Und Wow! So eine Ausstrahlung und Aura auf der Bühne; ist mir noch nie begegnet. Ich bin gefesselt. Und schließe die Augen so manches mal. Ein ganzer Gänsehautschauer überkommt einen. Diese 5 Menschen auf der Bühne bilden eine Einheit. Und was für eine. Es gibt Standing Ovations. 3 Zugaben. Sie soll einfach weitersingen. Es war so schön. Danke.